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In der Höhle des Löwen
In der Höhle des Löwen
Beschreibung
Originaltitel:

The Belly of the Beast

Serie:

Star Trek: Corps of Engineers

Seitenzahl:

100

Nummer:

1

Dt. Erstveröffentlichung:

28. April 2014

Engl. Erstveröffentlichung:

08. August 2000

Einband:

Softcover

Autor:

Dean Wesley Smith

Übersetzung:

Susanne Picard

Jahr:

2376

ISBN-Softcover:

978-3-86425-800-8

ISBN-E-Book:

978-3-86425-478-9

In der Höhle des Löwen ist eine Novelle der Serie Star Trek: Corps of Engineers die im Jahr 2376 spielt. Die englische Erstveröffentlichung fand am 08. August 2000 statt. In Deutschland erschien die Novelle am 28. April 2014.

Zusammenfassung der HandlungBearbeiten

Kurzfassung vom VerlagBearbeiten

Captain Picard und die U.S.S. Enterprise haben ein gigantisches, Bestie|herrenloses Raumschiff aus den unbekannten Tiefen des Raums besiegt. Jetzt, nachdem die unmittelbare Bedrohung beseitigt ist, ist das Sternenflotteningenieurkorps an der Reihe. Die Ingenieure des S.I.K. sollen das besiegte Raumschiff auf neue Technologien untersuchen, um vielleicht Hinweise auf seinen mysteriösen Ursprung zu finden. Lieutenant Commander Geordi La Forge wurde kurzfristig von der Enterprise zur U.S.S. da Vinci, dem S.I.K.-Schiff unter Captain David Gold, versetzt, um an der faszinierenden Mission teilzunehmen. La Forge arbeitet mit Gold, Sonya Gomez und den technischen Top-Experten zusammen, um dem anscheinend leblosen fremden Schiff seine Hightechgeheimnisse zu entreißen – nur um zu entdecken, dass es jetzt erst richtig gefährlich wird!

HandlungBearbeiten

Nachdem die USS Enterprise einem Notruf der landwirtschaftlichen Kolonie auf Blossom IV gefolgt ist, wird diese prompt von einem Gefecht mit einem unbekannten Angreifer attackiert und in einen, mehrere Stunden anhaltenden Raumkampf verwickelt. Das nicht zu identifizierende fremde Raumschiff ist mehr als fünfzig Mal so groß wie die Enterprise, rund, wie kleiner Mond und der Enterprise mehr als ebenbürtig. Trotzdem gelingt es Picard und seiner Crew schließlich, mit den Schiffsphasern ein Loch in die Schilde des Gegners zu schneiden. Um mehr Informationen über den unbekannten Gegner zu bekommen, lässt Picard zunächst eine Sonde durch diese Öffnung schießen. Als die Öffnung jedoch bestehen bleibt, zögert Picard nicht, Photonentorpedos hinterher zu feuern. Die darauf folgenden Explosionen zerstören unter anderem den Kontrollraum und machen den Gegner kampfunfähig.

Trotz des überraschenden Siegs über den vermeintlich übermächtigen Gegner kehrt keine Ruhe an Bord ein. Die Reparaturen an Bord der Enterprise, die Instandsetzungsarbeiten in der Kolonie, und nicht zuletzt das Rätsel um den unbekannten Angreifer halten die Crew in Atem. In letzterem erkennt Picard eine ideale Aufgabe für das Sternenflotteningenieurskorps. Er kontaktiert daraufhin Captain Montgomery Scott, den Verbindungsoffizier zwischen dem Korps und der Admiralität der Sternenflotte.

Dieser versichert Picard, dass sich seine Leute gewissenhaft des Problems annehmen werden. Die USS da Vinci, ein Schiff des Ingenieurskorps, befindet sich bereits im selben Raumsektor und wird in wenigen Stunden eintreffen. Picard bittet Scott noch darum, seinen Chefingenieur mit ins Team zu nehmen. La Forge brennt bereits darauf, an Bord des unbekannten Schiffes zu gehen und sich die seltsamen Schilde und das Metall der Hülle anzusehen, jedoch wird die Enterprise dringend im Folnar-System erwartet. Zusätzlich um die Sicherheit seines Chefingenieurs besorgt, beauftragt er Sicherheitschefin Christine Vale, Geordi auf die da Vinci zu begleiten.

An Bord des Shuttles Cook verbringen Lieutenant Commander La Forge und Lieutenant Vale die zehn Stunden bis zum Eintreffen der da Vinci. Während Vale die Wartezeit schlafend im Pilotensitz verbringt, drängt es Geordi danach, dem Geheimnis des mysteriösen, fremden Raumschiffs näher zu kommen. Zwar hat ihm Captain Picard verboten, das Schiff vor dem Eintreffen des Ingenieurskorps zu betreten, doch hält ihn das nicht davon ab, auf der Oberfläche zu landen um dort Daten zu sammeln. Die Legierungen, aus denen die Hülle besteht, unterbinden jedoch nach wie vor jeden Scanversuch. Geordis Fragen, etwa warum ein Schiff, das von der Größe her eine ganze Stadt beherbergen könnte, nur zwölf Mann Besatzung beherberge, müssen warten bis er oder jemand von der da Vinci etwas finden, das die Hülle durchdringen kann.

Nach der Ankunft der da Vinci machen sich La Forge und Vale mit der Besatzungdes Flaggschiff Ingenieurskorps bekannt. Im Anschluss daran erfolgt eine kurze Einsatzbesprechung. Captain Gold und Commander Gomez stimmen darin überein, dass sich ein erstes Erkundungsteam zunächst darauf konzentrieren sollte, einen Lageplan des fremden Objekts zu erstellen, wichtige Bereiche zu identifizieren und zu sehen, ob es möglich ist, dessen Computer anzuzapfen. Danach kann über das weitere Vorgehen entschieden werden. Etwas so Großes zu einer Sternenbasis zu schleppen, kommt kaum infrage, da die da Vinci allein damit überfordert wäre. Und angesichts der Schäden ist zu bezweifeln, dass es wieder funktionsfähig gemacht werden könnte. Vermutlich wird es darauf hinauslaufen, einfach nur die Daten und die Hardware zu nehmen, die wertvoll erscheinen, und das Schiff in die Sonne zu lenken.

Begleitet von Sicherheitschefin Domenica Corsi und Geordi beamen Sonya Gomez, Fabian Stevens, Kieran Duffy und P8-Blau, genannt Pattie, in Raumanzügen an eine der offenen Kanten des Loches, das die Enterprise in die Hülle der Bestie geschossen hat. Zum Erstaunen aller arbeitet die künstliche Schwerkraftfeld noch. Auch sonst scheint immer noch Energie zu fließen. Es scheint, als hätte die Enterprise nur den Kontrollbereich und nicht die Energiequelle getroffen. Weiterhin stößt das Team auf mehrere versiegelte Notschotten und Energiebarrieren. Sicherheitschefin Corsi meint, wenn sie sowohl die Schwerkraft als auch die Atmosphäre bei ihren ersten Scans nicht erkannt haben, könnte es genauso gut sein, dass wir auch noch vorhandene Lebenszeichen unerkannt geblieben sind. Gomez stimmt dem zu und befiehlt einen vorläufigen Rückzug.

Zurück auf der da Vinci beschäftigen sich die Ingenieure mit Hochdruck damit, Korrekturen und Anpassungen der Sensoren vorzunehmen, um sich ein besseres Bild vom Inneren des fremden Schiffs machen zu können. Dank der Binären 110 und 111 ist es nur eine Sache von wenigen Stunden, eine Möglichkeit zu finden, die Metalllegierungen, welche die Sensoren beinahe genauso effizient blockieren wie Schildmodulationen, zu durchdringen. Mittels der so erhaltenen Daten kann der Computer einen ersten groben dreidimensionalen holografischen Lageplan des Schiffes darstellen. Nicht besonders detailliert, aber fürs Erste würde es reichen. Die Größe der einzelnen Mannschaftsquartiere wie auch die Erkenntnis, dass die Hülle im Bereich der äußeren Ringe semitransparent sind, was einen freien Blick ins All ermöglicht, legt die Vermutung nahe, dass es sich um eine Art Kreuzfahrtschiff handelt. Das würde die luxuriös ausgestattete Kabine, in der sie gewesen waren, und die Ringe erklären. Aber vor allem gelingt es bereits, ihr nächste Ziel, den Zentralcomputer des fremden Schiffs, zu lokalisieren. Für die nächsten sechs Stunden, die der Computer benötigt, um das Modell um alle derzeit verfügbaren Daten zu vervollständigen, befiehlt Commander Gomez ihren Leuten, die Zeit zu nutzen, um ein wenig Schlaf zu finden.

Zunächst beamen Gomez, Geordi und Corsi ins Schiffsinnere während Stevens sie dabei mit dem Transporterstrahl erfasst hält. Nachdem die Drei das Nichtvorhandensein von Lebenszeichen bestätigen und sich die Atmosphäre, dessen Sauerstoffgehalt zwar etwas höher als gewohnt ist, als atembar herausstellt, weist Gomez Stevens an, ein zweites Team, bestehend aus Pattie und den Binären, angeführt von Lieutenant Commander Duffy, ins Herz der Bestie beamen. Von einer ganz anderen Stelle des Schiffs sollen sie sich ebenfalls zum Zentrum vorarbeiten, und dabei die Umgebung erforschen und kartografieren. Stevens wird sie alle von der da Vinci aus mit den Sensoren erfasst halten, und sie wissen lassen, wenn sie den Punkt erreichen, an dem der Transporter sie nicht mehr erfassen kann.

Die weitere Erforschung der Bestie erfolgt ohne größere Zwischenfälle. Die intuitiv bedienbaren Konsolen erhärten den Verdacht, dass es sich bei dem Schiff um ein Kreuzfahrtschiff handelt. Auch die Kommunikation mit dem Schiffscomputer verläuft einwandfrei. Dass die Übersetzer keine Probleme durch etwaige Sprachbarrieren haben, zeigt, dass die Erbauer der Bestie mindestens ein technologisches Niveau erreicht haben, das dem der Föderation entspricht, was jedoch andererseits auch einen beängstigten Nachgeschmack hinterlässt. Bei näherer Betrachtung dieser Konsolen eröffnet sich die Möglichkeit, diese Daten an den Computer der da Vinci zu übermitteln und damit das bereits erstellte holografische Modell der Bestie zu ergänzen und möglicherweise auch mehr über die Mannschaft und dessen Schicksal zu erfahren. Commander Gomez weist Stevens daraufhin an, einen isolierten Speicherbereich für den Download einer größeren Datenmenge vorzubereiten. Der Download über Geordis Trikorder wird einige Zeit in Anspruch nehmen, daher lässt sich Gomez einen weiteren Trikorder herunter beamen, um sich unabhängig davon weiter vorarbeiten zu können.

Nach dem Abschluss des Computerdownloads lässt Gomez beide Teams zurück auf die da Vinci rufen, um die Ergebnisse zu begutachten. Das zweite Team Auf Deck fünf haben sie dabei einen riesigen, intakten Hydroponischen Garten gefunden. Diese Entdeckung und die der spektakulären Aussichtsdecks in den Ringen lassen kaum mehr Zweifel daran, dass es sich um ein Kreuzfahrtschiff handelt. Stevens und die Binären haben zwischenzeitlich die Informationen der Scans der da Vinci mit denen zusammengefügt, die sie aus der Bestie heruntergeladen hatten, und alles in das Holobild im Konferenzraum der da Vinci gespeist. Zwar verfügten sie nun über einen weitgehend vollständigen Deckplan der Bestie, auf dem sie in einigen Bereichen sogar bis in die Details hineinzoomen konnten. Andere Bereiche sind jedoch auch weiterhin nicht einzusehen. Trotzdem würde die Detailgenauigkeit dieses holografischen Lageplans ihren Job nun um einiges erleichtern. Ihr nächstes Ziel würde zweifellos der Maschinenraum des Schiffs darstellen, von wo aus sie sich Zugang zum Hauptcomputer verschaffen würden.

Da trotz der Anpassungen der Sensoren die unteren Decks immer noch nicht mit dem Transporter erreichbar sind, beamt sich das Außenteam der da Vinci auf Deck fünfundfünfzig, um von dort ihre Erkundung fortzusetzen. Ohne die Sicherheit, sich bei einem Notfall sofort hinausgebeamt zu werden, beharrt Corsi darauf, streng nach Vorschrift vorzugehen, womit sie bei Commander Gomez auf volle Zustimmung trifft. Zusammen mit La Forge, Vale, 110 und 111 suchen will Gomez nach den Maschinenräumen suchen, die sich nach ihren bisherigen Erkenntnissen auf die fünf Decks unter dem zweiten Kontrollraum auf Deck neunzig erstrecken sollten. Team zwei, bestehend aus Duffy, Pattie, Stevens, Faulwell und Corsi soll derweil den zweiten Kontrollraum aufsuchen und versuchen, von dort Zugang zum Hauptcomputer zu bekommen. Beide Teams sollen getrennt bleiben, aber nah genug, sich im Notfall gegeneinander helfen können.

Angesichts der Alternative, über vierzig Decks hinweg durch die Versorgungsröhren zu kriechen, nutzen Gomez, Geordi, Vale und die Binären trotz gewisser Sicherheitsvorbehalte die Passagierlifte um tiefer in den Bauch der Bestie vorzudringen. Die Bedienung der Liftkontrollen erweist sich als genauso einfach und intuitiv wie die der restlichen Konsolen beinahe augenblicklich hat das Team zehn weitere Decks hinter sich gebracht. Mit Routinemeldungen alle zehn Decks geht es weiter abwärts. Die Reise endet unverhofft auf Deck neunundachtzig. Wie befürchtet sind die unteren Decks der Besatzung vorbehalten. Doch den Binären gelingt es problemlos, die entsprechenden Sicherheitsroutinen zu überbrücken und allen Teammitgliedern, auch den Mitgliedern von Team zwei, den Zugang zu den Mannschaftsbereichen zu gewähren.

Im Maschinenraum auf Deck einundneunzig angekommen gelingt es Geordi schnell die Entsprechung eines Warpkerns zu identifizieren. Es handelt sich dabei um so etwas wie einen Null-Schwerkraft-Kern beginnend bei Deck einhundertvier, und ist lose gefüllt mit einer undefinierbaren Masse. Bei näherer Untersuchung des Kerns stellt sich heraus, dass dieser aus mehreren, in geschalteten Antrieben besteht, die die Kraft von Schwarzen Löchern nutzten. Ein Technologie, mit der viele der Föderation bekannte Spezies vergeblich experimentiert haben. Dabei werden Dutzende von winzigen Schwarzen Löchern in den Subraum geworfen und treten dann leicht versetzt wieder in den Normalraum ein. Gomez ist davon überzeugt, dass sich dieses Schiff schneller fortbewegen kann als die da Vinci, und in der Lage ist, derartige Geschwindigkeiten nahezu unbegrenzt beizubehalten. In dem Moment macht Vale eine erschreckende Entdeckung. Laut ihren Trikorderanzeigen befinden sich im Kern des Schiffes Hunderttausende humanoider Leichen.

Um zu klärten, wer all diese Leute – offensichtlich die Passagiere –getötet hat, und das Wie und Warum, bleibt Gomez und ihrem Team nichts anderes übrig, als sich weiter dem Schiffskern zu nähern. Doch um wirklich beurteilen zu können, was dort geschehen ist, will Gomez Dr. Lense hinzuziehen. Da in der Tiefe des Schiffs weder eine Kommunikation mit der da Vinci geschweige denn eine Transportererfassung möglich ist, müssen sie dafür aber zunächst wieder zurück auf Deck fünfundfünfzig. Dort erfahren sie auch, dass sich Team zwei, nach Scans der da Vinci gegenwärtig auf Deck neunzig aufhält – ebenfalls außer Kommunikationsreichweite. Gemeinsam mit Dr. Lense begeben sie sich schließlich zurück auf Deck einhundertdrei – das letzte mit dem Lift erreichbare Deck. Bis dato noch im unklaren, was sie erwartet, ist Lense zutiefst schockiert angesichts des Anblicks, der sich ihr bietet, als sie den Bereich des Schiffskerns erreichen. Lense ist nicht in der Lage, die Todesursache der Fremdenen eindeutig zu bestimmen. Es scheint verschiedene Ursachen gegeben zu haben. Einige weisen Anzeichen von Dekompression auf, bei anderen sind Gliedmaßen und Köpfe abgetrennt worden. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam. Alle weisen Eintrittswunden verschiedenster Art auf.

Bei genauerer Betrachtung fällt Geordi eine ungewöhnliche Bewegung innerhalb der Masse der Toten auf. Sofort richten auch Lense und Gomez ihre Trikorder auf diesen Punkt. Sie beobachten, wie etwas Kleines und Dunkles nagte am Arm einer Leiche nagt und sich anschließend in sie hineingäbt. Die Kreatur gleicht einer Mischung aus Krabbe und Wespe, und ist offenbar in der Lage, im Vakuum des Raums zu überleben. Entsetzt und voller Abscheu stellt Dr. Lense fest, dass es sich hier um eine Brutnest handelt und die Leichen dienen als Nahrung für Nachkommen einer unbekannten insektoiden Spezies. Die Kreaturen haben ihre Eier direkt in den Körpern abgelegt – teilweise noch bei lebendigem Leib – und die ersten Jungen sind bereits geschlüpft. Vor weniger als einer Stunde, was erklärt, weshalb man bisher keine Lebenszeichen auf dem Schiff gefunden hat.

Geordi geht davon aus, dass es sich bei den zwölf Personen, die beim Kampf mit der Enterprise ums Leben gekommen sind, um ausgewachsene Versionen der Kreaturen gehandelt hat. Vermutlich ist das Schiff von einem ganzen Schwarm dieser Kreaturen übernommen worden. Eingedrungen durch den Kern, der anscheinend auch als Be- und Entladezone dient. Und höchstwahrscheinlich sind sie gestorben, nachdem sie ihre Eier gelegt haben. Angesichts der Gefahr, von einem sich nun bildenden neuen Schwarm überrannt zu werden, ordnet Gomez an, sich unverzüglich mit Team zwei zu treffen und zur da Vinci zurückzukehren. Um die Gefahr, die von diesen Kreaturen für die gesamte Föderation ausgeht, ein für alle Mal zu bannen, will Gomez das Schiff Sonne steuern. Doch in diesem Moment meldet sich eine Stimme mit den Worten: Das wird nicht geduldet. . Vermutlich handelt es sich dabei um eine Art Schwarmintelligenz der Kreaturen. Für Gomez und ihr Team beginnt ein unbarmherziger Kampf gegen die Zeit.

Auf der da Vinci beobachtet Captain Gold fassungslos, wie das vermeintlich tote Schiff vor seinen Augen zum Leben erwacht und die Schilde aktiviert. Wie erwartet ist ein Kontakt zum Außenteam zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich. Da nicht klar ist, ob die plötzliche Aktivität des fremden Schiffs Aktivitäten der eigenen Leute zurückzuführen ist, lässt Gold ebenfalls die Schilde aktivieren. Keinen Moment zu früh. Der folgende Treffer lässt die Schilde auf siebzig Prozent fallen und verursacht Schäden auf mehreren Decks. Todesopfer sind jedoch keine zu beklagen. Unverzüglich befiehlt Gold, die da Vinci außer Waffenreichweite zu bringen. Um zu erfahren, was die jüngsten Ereignisse ausgelöst hat, soll sich die Besatzung weiter darum bemühen, wenigstens eines der beiden Erkundungsteams zu erreichen. Außerdem lässt Gold einen Notruf an die Enterprise absetzen. Bis zu deren Ankunft in etwa drei Stunden sind Gold jedoch die Hände gebunden.

Im opulent ausgestatteten Ersatzkontrollraum bemühen sich Duffy und seine Leute darum, Daten zu retten und herauszufinden, wie man das fremde Schiff steuert, als ihnen bewusst wird, dass die Bestie allmählich, und ohne ihr Zutun, wieder zum Leben erwacht. Fieberhaft darum bemüht, den Grund für sie plötzliche Veränderung herauszufinden, müssen sie kurz darauf hilflos mit ansehen, wie sich die Schilde aufbauen und die Bestie wenig später das Feuer auf die da Vinci eröffnet. Zur Überraschung aller prallen die Schüsse jedoch von Schilden der da Vinci ab. Offensichtlich hat die da Vinci rechtzeitig ihre Schilde aktivieren können. Die Voraussicht Captain Golds beeindruckt alle Teammitglieder gleichermaßen. Duffy befiehlt daraufhin seinen Leuten, einen Weg zu finden, die Schilde runterzufahren und die Waffen abzuschalten, oder notfalls das ganze Schiff in die Luft zu jagen.

Währenddessen setzen Gomez und ihr Team ihre Flucht aus dem Schiffsinneren fort. Noch sind die Kreaturen "nur" dazu in der Lage, durch ihre Schwarmintelligenz den Schiffscomputer über irgendwelche Zugänge im Andockbereich zu kontrollieren, und somit das Team allein mittels der Schiffsysteme in Schach zu halten. Doch bleibt ihnen nicht mehr allzu viel Zeit bis diese groß genug sind, um aus dem Kern zu entkommen und direkt Jagd auf sie zu machen. Um ihnen die Kontrolle über die Schiffsysteme zu entreißen, will Gomez die Energiezufuhr zum Andockbereich kappen. Geordi schlägt vor, damit am besten vom Maschinenraum aus, zwei Decks über ihnen, zu beginnen. Die Binären sind zuversichtlich, dass ihnen das kein keine Probleme breiten sollte, sobald sie eine Verbindung zum Computer herzustellen können. Aber auch Gomez will sich die Option offen halten, das Schiff notfalls in die Luft zu sprengen.

Zurück im Maschinenraum gelingt es den Binären wie erwartet schnell, sich Zugang zum Hauptcomputer zu verschaffen und mittels ihrer hyperschnellen Computersprache mit ihm zu kommunizieren. So erfahren sie auch von dem glücklicherweise erfolglosen Angriff auf die da Vinci. Zwar gelingt es den Binären, den Kreaturen den Zugang zum Schiffskern und den Schiffssystemen vorläufig abzuschneiden, doch damit dies auch so bleibt, müssen sie weiterhin den Kern überwachen. Während Geordi und Lieutenant Vale zurückbleiben um den Binären Rückendeckung zu geben, will Gomez zusammen mit Dr. Lense das zweite Team suchen, um sie über die Lage zu informieren. Sie ermahnt Geordi noch, nicht allzu lange damit zu warten, zu einem Deck zu gelangen, von dem Sie weggebeamt werden können.

Verwundert sieht Duffy mit an, wie sich die erst kürzlich wieder zum Leben erwachten Schiffssysteme wieder abschalten. Schnell gelangen er und seine Teamkollegen zu der Erkenntnis, dass nur ihre Schiffskameraden für diese Veränderung gesorgt haben können. In dem Moment erscheint Gomez in Begleitung von Dr. Lense in der Tür. Kurz angebunden berichtet Gomez, dass ihnen nur etwa zehn Minuten bleiben, um das Schiff zu verlassen. Für den Fall, dass ihre Bemühungen im Maschinenraum scheitern, erkundig sie sich nach einer Möglichkeit, hier, vom Ersatzkontrollraum etwas ausrichten zu können. Duffy, immer noch ahnungslos, was im Schiffskern los ist, kommt eine Idee. Angesichts der derzeit inaktiven Schiffsysteme wäre es möglich, eine Feedbackschleife zu etablieren, die sich erst dann aktiviert, wenn ein System wie die Schilde wieder in Betrieb geht. Gomez verzichtet auf Einzelheiten. Sie gibt Duffy und Stevens maximal drei Minuten, um ihren Plan umzusetzen, dann sollen sie sich auf ein Deck begeben, von dem aus man Sie rausbeamen kann. Dr. Lense soll sich ihnen anschließen. Sie selbst wird mit Corsi und Pattie zurück in den Maschinenraum gehen, um den anderen zu helfen.

Weniger als sechs Minuten, bevor die Generatoren des fremden Schiffes versagen, und das Schiff und sie alle in einer enormen Implosion vollständig vernichten würde, erreichen Gomez, Corsi und Pattie den Maschinenraum. Obwohl Geordi an Gomez' Stelle vermutlich dasselbe getan hätte, ist er doch überrascht, dass sie tatsächlich zurückgekommen ist. Die Binären benötigen jedoch noch einige Sekunden, um sicherzustellen, dass jeder von ihnen sicher den Lift erreichen kann, bevor die Schwarmintelligenz die Kontrolle über die Computer zurück erlangt. In dem Moment erscheinen die ersten der nun ausgewachsenen Insektoiden. Ein unbarmherziger Kampf mit den beinahe einen Meter langen und mit tödlich aussehenden Krallen und Flügeln ausgestatteten Kreaturen beginnt.

Obwohl die Wesen den Phasern der Sternenflotte wenig entgegenzusetzen haben, drohen sie allein durch ihre schiere Masse, Gomez und ihre Leuten zu überrennen. Zudem droht der stetig ansteigende Haufen von toten Insekten, den Weg zum Lift zu blockieren. In einem waghalsigen Manöver lässt sich Pattie von Corsi zusammengerollt mitten in den Berg toter Kreaturen rollen. Ihr harter Panzer schafft eine ausreichende Lücke zwischen den toten Kreaturen. Unverzüglich setzt sie, wie auch Gomez, Corsi, Vale, Geordi und inzwischen auch die Binären, welche ihre vorrangige Aufgabe mittlerweile beendet haben, das Feuer auf die übrigen Kreaturen fort. Beinahe scheint es, dass ihnen unbehelligt die Flucht gelingt, als eine der fliegenden Kreaturen 111 den Kopf abtrennt. Der Tod seines Partners versetzt 110 in schreckliche Panik. Gerade noch rechtzeitig packt Corsi den schluchzenden 110, wirft ihn sich über die Schulter und hastet auf den Lift zu. Dieser bringt das Team unbehelligt bis zu Deck fünfzig, wo sie auch schon direkt nach ihrer Ankunft vom Transporterstrahl der da Vinci erfasst werden.

Noch von der Transporterplattform stolpernd kontaktiert Gomez die Brücke und drängt eindringlich darauf, sofort auf Warp zu gehen und sich von dem fremden Schiff zurückzuziehen. Vom Bildschirm kann sie gerade noch mit ansehen, wie sich "die Bestie" nach einer gewaltigen Implosion in einem gleißenden Blitz blendend hellen Lichts auflöst. Erschöpft aber froh, diesem Albtraum entkommen zu sein – alle, außer einem. Vale, selbst schwer verletzt, versucht verzweifelt, dem schluchzenden 110 Trost zu spenden. Bis sie gemeinsam mit Dr. Lense auf die Krankenstation gebeamt wird. Captain Gold erscheint kurz darauf in der Tür und lässt sich Bericht erstatten. Bestürzt nimmt er den Tod von 111 zur Kenntnis. Wobei der Verlust für 110 wohl am schwersten zu verkraften ist.

ZitateBearbeiten

Haben Sie gut geschlafen?, fragte er lächelnd.

Nicht wirklich, sagte sie und massierte sich mit einer Hand den Nacken.

Schien aber so, wenn man bedenkt, wie Sie geschnarcht haben.

Vale sah ihn erst verwundert an, dann wurde der Blick trotzig. Ich schnarche nicht.

Geordi lachte. Wenn Sie das sagen. Aber ich musste das Alarmsignal lauter stellen, damit ich es hören kann.

Ja, klar erwiderte sie, wandte sich ab und ließ sich in den Sessel des Copiloten fallen. Er konnte sehen, dass da ein wenig Rot ihren Hals hinaufkroch, also lächelte er nur und sagte nichts. Mit ihr zusammenzuarbeiten, würde Spaß machen.

Sieht aus, als hätte es in diesem Schiff auch eine Economy Class gegeben, meinte Geordi.

Sie haben doch wohl nicht erwartet, dass alle Räume wie die Suiten in den Ringen aussehen, oder?

Eigentlich hatte ich das schon gehofft, erwiderte Geordi.

Ich wusste schon immer, dass Sie ein hoffnungsloser Optimist sind, sagte Gomez und lächelte ihren alten Freund an.

HintergrundinformationenBearbeiten

VerweiseBearbeiten

Personen
110, 111, Bartholomew Faulwell, Beverly Crusher, Carol Abramowitz, Christine J. Vale, David Gold, David McAllan, Data, Deanna Troi, Domenica Corsi, Elizabeth Lense, Fabian Stevens, Ina Mar, Jean Luc Picard, Jil Barnak, Julian Bashir, Kieran Duffy, Montgomery Scott, P8-Blau, Rachel Gilman, Salek, Songmin Wong, Sonya Gomez, William Thomas Riker
Spezies
Atreaner, Bajoraner, Breen, Cardassianer, Nasat
Tiere

Kultur und Religion

Schauplätze
Blossom IV, Luftschleuse, Shuttlehangar, Transporterraum
Raumschiffe und Fahrzeuge
Saber-Klasse, USS daVinci, USS Defiant, USS Lexington, USS Sentinel
Waffen und Technologie
Biobett, Hauptbildschirm Kommunikator, Scanner, Sensorrelais, Trägheitsdämpfer
Institutionen und Titel
Akademie der Sternenflotte, Sternenflottenkommando
Nahrungsmittel
Earl Grey, Pfirsich
Ereignisse
Dominion-Krieg
Sonstiges
Manöver 14, Spitzname, Roter Alarm, USS


Externe LinksBearbeiten

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